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March 28 2012
March 26 2012
Der NanaOne-Japanischkurs, Kapitel 12
Japanisch für den allergrößten Volltrottel, der sich niemals fortpflanzen sollte
Kapitel 12 -
Hä?
Hinsetzen, kurzes Kapitel lesen, Fragen bilden können, sich freuen.
Wir Deutsch-Muttersprachler haben es ja nicht leicht. Vier Fälle, sechs verschiedene Zeiten, Änderungen von Satzstellungen und Präfixe, Suffixe, Affixe und Wasweißichnochfürfixe bis zum Geht-nicht-mehr.
„Den Keks esse ich jetzt.“
Das ist ein relativ einfacher, deutscher Satz. Der Fragesatz dazu lautet ganz simpel:
„Esse ich den Keks jetzt?“
„Pah, von wegen simpel. Wer zum Teufel hat sich diese verdammte Grammatikregel einfallen lassen? Ich mein, schau doch mal, der Satz hat sich doch grundsätzlich gar nicht verändert, nur das Fragezeichen hinten ist neu. Wieso zur Hölle muss da die Hälfte des Satzes völlig umgebastelt werden, nur damit wir daraus eine Frage bauen können? Warum muss Esse plötzlich am Anfang stehen? Ist das Prädikat nicht normalerweise an zweiter Stelle? Stattdessen bekommt das ich anscheinend plötzlich Beine und läuft an die zweite Stelle, sodass das arme den Keks nach vorne verschoben wird, während jetzt von der ganzen Situation überhaupt nichts mitbekommt. Und aus heiterem Himmel kommt auch noch ein Fragezeichen angeflogen und stellt sich dreist vor den ganzen Satz!!! WAS ZUR HÖLLE SOLL DAS ALLES?!“
…
Das hat sich die kleine Fee der japanischen Grammatik wohl gedacht, als sie einen Blick auf die deutsche Sprache geworfen hat. Zum Glück hat sie aber vorgesorgt und in die japanische Sprache die Partikel ka (か) eingeführt.
Ka verzichtet auf solchen Wahnsinn wie die oben genannte Änderung der Satzstellung und dient als eine Art gesprochenes Fragezeichen.
クッキーを食べる。
Kukkii wo taberu.
Ich esse den Keks.
Der Beispielsatz ist auch im Japanischen sehr einfach. Will man daraus nun einen Fragesatz machen, schmeißt man einfach ein ka dahinter und alle sind zufrieden.
クッキーを食べるか。
Kukkii wo taberu ka?
Esse ich den Keks? Oder etwa nicht? Mann, ich hab Hunger, gib schon her!
(Ob man in der Kanji-/Kana-Schreibung ein Fragezeichen oder ein 。setzt, ist in keiner Transkription eindeutig definiert. Man kann es sich also aussuchen. Ebenso kann die Umschreibung entweder mit einem Fragezeichen oder einem normalen Punkt enden. Wichtig ist das ka am Ende des Satzes.)
So einfach ist das.
Ka kann man auch dazu verwenden, um ein “Irgend” aus einem Fragewort zu machen. Jetzt kennt sich bestimmt jeder aus, was ich meine!
Es ist aber gar nicht schwierig. Aus “dare” (Wer) und ka wird “Irgendwer”, aus “nani” (Was) und ka wird “Irgendwas” und “doko” (Wo) und ka wird “Irgendwo”. Das funktioniert mit alles Fragewörtern, die ihr kennt und nicht kennt.
Warum man aber ka ständig in Kombination mit desu (also „desu ka“) hört? Das liegt daran, dass viele Sätze auf desu enden würden, wenn der Satz keine Frage wäre.
これはゾンビです。
Kore wa Zombie (Zonbi) desu.
Das ist ein Zombie.
これはゾンビですか。
Kore wa Zombie (Zonbi) desu ka?
Ist das ein Zombie?
Es gibt auch Alternative für ka. Ein gesitteter Japaner bei Freunden würde zum Beispiel für die Satzabschlusspartikel auch “no” verwenden. (Vorsicht, dieses no hat nichts mit der Genitivpartikel zu tun!) Es gibt auch noch dai und kai, die dieselbe Bedeutung haben, aber viel rauer klingen als ein normales ka. Man hört das Wörtchen übrigens auch hin und wieder von Yakuza-Bossen...
Gut, fehlt eigentlich nur mehr mo, dann geht’s weiter mit der zweiten Hälfte des Openings. o/
March 23 2012
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